Einreise
Gute Nachrichten: Für die Einreise nach Costa Rica benötigst du als deutscher Staatsbürger kein Visum – einfach Reisepass einpacken und los geht’s!
Unser Tipp für unterwegs: Wir haben uns angewöhnt, auf Fernreisen immer eine Kopie des Reisepasses mitzunehmen. So bist du auf der sicheren Seite, falls das Original mal im Hotelsafe bleibt oder – im worst case – verloren geht.
Wichtig in Costa Rica: Die tropische Luftfeuchtigkeit macht auch vor Dokumenten nicht halt. Wir empfehlen dir daher, deine Passkopie zu laminieren. So übersteht sie auch Regenschauer im Dschungel und feuchte Rucksäcke problemlos.

In Costa Rica zahlst du entweder mit der Landeswährung Colones oder – noch praktischer – mit US-Dollar, die überall akzeptiert werden. Am besten besorgst du dir schon in Deutschland ausreichend Dollar-Bargeld, denn Geldautomaten sind außerhalb der Städte rar gesät. Für Kartenzahlungen und Abhebungen funktioniert VISA am zuverlässigsten.
Impfungen – was du wissen musst
Gute Nachricht vorweg: Pflichtimpfungen gibt es für Costa Rica keine. Trotzdem solltest du deine Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A) vor der Reise checken lassen – ein guter Grund, ohnehin mal wieder den Impfpass rauszukramen!
Mückenschutz ist Pflicht!
Was du nicht unterschätzen solltest: Mücken können in Costa Rica Dengue-Fieber, Zika und in manchen Regionen auch Malaria übertragen. Deshalb gehört Mückenschutz zur täglichen Routine – und zwar ganztägig, nicht nur abends!
Unsere bewährte Strategie:
Tagsüber: Mückenspray mit DEET (mindestens 30%)
Abends: zusätzlich lange, helle Kleidung (Mücken lieben dunkle Farben)
Profi-Tipp: Spezielle Imprägniersprays für Kleidung wie Nobite halten bis zu drei Wochen – am besten schon zuhause aufsprühen und du hast unterwegs einen Sorgenpunkt weniger.
Versicherungen – bitte nicht vergessen!
Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist absolut unverzichtbar – die gesetzliche Krankenkasse zahlt in Costa Rica nicht. Achte außerdem auf eine Haftpflichtversicherung, die auch im Ausland greift. Viele Anbieter schnüren Kombi-Pakete mit Reisegepäckversicherung, was bei Aktivreisen mit teurer Fotoausrüstung oder Tauchequipment durchaus Sinn macht.


Vor der Abreise nicht vergessen
Zwei Dinge, die wir bei jeder Fernreise als Erstes erledigen:
ELEFAND – die Krisenvorsorgeliste: Klingt dramatischer als es ist, dauert nur 5 Minuten und kann im Ernstfall Gold wert sein. Über die elektronische Erfassung des Auswärtigen Amtes (ELEFAND) kann dich die deutsche Botschaft bei Naturkatastrophen, politischen Unruhen oder anderen Notfällen schnell erreichen und unterstützen.
Währungsrechner offline: Lade dir vor dem Abflug eine Währungsrechner-App herunter, die auch ohne Internet funktioniert. So behältst du beim Markteinkauf oder im Restaurant den Überblick, ob die 5.000 Colones jetzt viel oder wenig sind – auch wenn du gerade kein WLAN hast.
Ankunft am Flughafen – was dich erwartet
Plane nach der Landung ruhig 1–2 Stunden für Migration, Zoll und Gepäckausgabe ein. In der Realität kann es aber auch deutlich schneller gehen – Charlotte war beispielsweise in unter 30 Minuten durch!
Wichtig für die Einreise: Hab alle Unterlagen in Papierform griffbereit – Reisepass, Rückflugticket, Hotelbuchung. Auch wenn theoretisch oft die digitale Version reicht, sind die Beamten am Schalter mit Ausdrucken einfach schneller zufrieden. Und bei leerem Handyakku sparst du dir so unnötigen Stress.
Essen & Trinken – was du wissen musst
Die beste Nachricht zuerst: Laut Charlotte ist das Essen in Costa Rica nicht nur super verträglich, sondern vor allem richtig lecker! Gallo Pinto zum Frühstück, Casados zum Lunch und frische Tropenfrucht an jeder Ecke – hier kommt dein Magen definitiv auf seine Kosten.
Die goldene Reiseregel: Wenn du trotzdem auf Nummer sicher gehen möchtest (besonders in den ersten Tagen, wenn sich dein Magen noch akklimatisiert), gilt die bewährte Faustregel: „Cook it, peel it or leave it!“ – also gekocht, geschält oder lieber stehen lassen. Damit fährst du weltweit gut.
Hier kommt eine echte Besonderheit: In Costa Rica kannst du bedenkenlos Leitungswasser trinken – das hat uns Charlotte bestätigt. Das Land hat eines der besten Wassersysteme Lateinamerikas. Heißt für dich: Trinkflasche auffüllen statt ständig Plastikflaschen kaufen. Gut für den Geldbeutel, besser für die Umwelt!
Einzige Ausnahme: In sehr abgelegenen Regionen oder auf kleinen Inseln lieber nochmal nachfragen oder auf Nummer sicher gehen.
Weitere Vorbereitungen

Internet & Erreichbarkeit – sofort online mit eSIM
Vergiss die Suche nach Handyshops am Flughafen oder das Anstehen für lokale SIM-Karten! Charlotte schwört auf eSIMs – und wir können das nur unterschreiben. Sie hat sich vor der Abreise eine eSIM von Airalo besorgt und war vom ersten Moment an erreichbar und online.
Der Vorteil: Du buchst und aktivierst alles bequem von zuhause, scannst einen QR-Code und bist direkt nach der Landung vernetzt. Perfekt, um die erste Uber zu bestellen, Google Maps zu checken oder deinen Lieben ein „Bin gut angekommen“ zu schicken – ohne Stress, ohne Wartezeit.
Der unterschätzte Held deines Gepäcks: Plastiktüten!
Klingt unsexy, ist aber Gold wert: Pack ein paar Ziplock-Beutel oder stabile Plastiktüten ein! Costa Rica ist wunderschön feucht – im wörtlichen Sinne. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist allgegenwärtig, und nach dem ersten Regenschauer im Regenwald oder einer Bootstour wirst du dankbar sein.
Wozu du sie brauchst:
- Trockene Wechselkleidung vor Feuchtigkeit schützen
- Nasse Badesachen oder Wandershirts vom Rest des Rucksacks trennen
- Handy, Kamera und Dokumente wasserdicht verstauen
Ein simpler Trick, der verhindert, dass am Abend im Hostel alles klamm riecht!

Nachhaltiger packen – wiederverwendbare Packbeutel
Wichtig vorab: Wir sprechen hier natürlich nicht von Einwegplastik, sondern von wiederverwendbaren Packbeuteln in verschiedenen Größen – die begleiten uns mittlerweile auf jeder Reise! Einmal investiert, halten sie ewig und sind wahre Organisationswunder.
Absolutes Must-have: Die Drybag (auch Oceanbag genannt) – wasserdicht, robust und perfekt für alle Bootstouren, Kajak-Ausflüge oder Rafting-Abenteuer auf dem Río Pacuare. Deine Kamera, Handy und Wechselklamotten bleiben garantiert trocken.
Profi-Tipp fürs Backpacking: Wenn du mit dem Rucksack unterwegs bist und häufig die Unterkunft wechselst, sind diese Beutel Gold wert. Statt den ganzen Rucksack zu durchwühlen, hast du deine Sachen in „T-Shirts“, „Unterwäsche“, „Technik“ vorsortiert und findest alles sofort. Klingt banal, spart aber täglich Nerven!
Mückenschutz – ernst nehmen!
Wir können es nicht oft genug betonen: Mückenschutz ist in Costa Rica kein Nice-to-have, sondern Pflicht. Empfohlen wird ein Repellent mit dem Wirkstoff DEET (mindestens 30–50 %) – der ist zwar nicht gerade Bio, aber effektiv gegen Dengue-Mücken.
Aber Achtung, hier wird’s persönlich: Während Charlottes Freundin erstaunlich verschont blieb, wurde Charlotte selbst trotz Schutz ordentlich zerstochen. Und es kam noch dicker: Einige Stiche haben besonders heftig reagiert – tagelang geschwollen, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, richtig unangenehm. Nicht jeder reagiert gleich, aber unterschätz es nicht!
Unsere Empfehlung:
- Morgens & abends: Spray großzügig auftragen
- Ab Sonnenuntergang: Lange, helle Kleidung tragen – ja, auch wenn’s warm ist.
- Imprägnierte Kleidung: Zusätzlicher Schutz, der sich auszahlt
- Antihistamin-Gel einpacken: Für den Fall der Fälle
Kurze Hosen am Abend am Strand mögen verlockend sein – aber deine Beine werden es dir danken, wenn du zur langen Variante greifst!

Charlottes Geheimwaffe: das Pop-up-Moskitonetz
Ein Gadget, das Charlotte nicht mehr missen möchte: ihr Pop-up-Reise-Moskitonetz. Gerade in günstigeren Unterkünften oder Eco-Lodges mitten im Dschungel sind Netze nicht immer Standard – oder haben kreative Löcher. Das leichte Pop-up-Netz lässt sich in Sekunden aufbauen, passt in jede Rucksacktasche und sorgt für ruhige, stichfreie Nächte. Vor allem nach Charlottes Erfahrungen mit den Mückenstichen ein absoluter Gamechanger!
Steckdosen – nicht vergessen: den richtigen Adapter!
In Costa Rica werden Typ A und B Steckdosen verwendet (die amerikanischen Flachstecker). Heißt: Ohne Adapter läuft nichts! Am besten besorgst du dir einen Universal-Reiseadapter – den kannst du dann auch für die nächsten Reisen nach Südamerika, Asien oder die USA nutzen. Erspart dir das Last-Minute-Suchen am Flughafen zu Wucherpreisen.
Mehr Reise-Gadgets gefällig?
Alle weiteren Packlisten-Essentials und bewährten Reise-Gadgets, die uns auf jeder Tour begleiten – von der perfekten Trinkflasche bis zur Stirnlampe – findest du oben unter dem Reiter „Ausrüstung & Gadgets“.

Vor Ort
Bargeld – immer genug dabei haben!
Charlottes wichtigste Lektion: Im ländlichen Costa Rica sind Geldautomaten echte Mangelware. Während du in San José oder am Strand von Manuel Antonio noch problemlos alle paar Meter einen ATM findest, sieht es in abgelegenen Regionen, kleinen Bergdörfern oder auf dem Weg zu entlegenen Nationalparks ganz anders aus. Hier kann es durchaus passieren, dass der nächste Automat eine Stunde Fahrt entfernt ist – oder gerade leer ist.
Die goldene Regel: Sobald du einen funktionierenden Geldautomaten siehst – nutz ihn! Und hab immer einen Bargeld-Puffer dabei, bevor du in ländlichere Gegenden aufbrichst.
Wo gibt’s den besten Wechselkurs?
Wie überall auf der Welt gilt auch in Costa Rica: Banken und Geldautomaten bieten den fairsten Kurs – vorausgesetzt, du hebst mit deiner Kreditkarte ab. Wechselstuben am Flughafen oder in Hotels rechnen meist deutlich schlechter. Also lieber direkt am ATM Colones ziehen oder gleich mit US-Dollar bezahlen, die fast überall akzeptiert werden.
Tipp: Check vorher bei deiner Bank, welche Gebühren für Auslandsabhebungen anfallen – mit der richtigen Kreditkarte sparst du dir unnötige Kosten!
Vorsicht vor Strömungen – unterschätz das Meer nicht!
Eine Warnung, die wir nach unseren Erfahrungen auf Bali gelernt haben und die auch für Costa Ricas Küsten gilt: Lass dich nicht vom friedlichen Anblick täuschen! Das Meer kann spiegelglatt und einladend aussehen – und trotzdem können plötzlich gefährliche Unterströmungen zuschlagen, die dir blitzschnell die Füße wegreißen.
Gerade an den Pazifikstränden Costa Ricas sind Rip-Strömungen (Brandungsrückströme) keine Seltenheit. Sie ziehen dich innerhalb von Sekunden aufs offene Meer hinaus – und selbst geübte Schwimmer kommen schnell an ihre Grenzen, wenn sie dagegen ankämpfen.
So verhältst du dich richtig:
- Nie gegen die Strömung anschwimmen – du verschwendest nur Kraft
- Parallel zum Strand schwimmen, um aus der Strömung rauszukommen
- Ruhe bewahren und notfalls um Hilfe rufen
- Locals fragen, wo es sicher ist zu schwimmen
- Warnflaggen ernst nehmen – auch wenn andere trotzdem ins Wasser gehen
Unser Rat: Baden ist in Costa Rica fantastisch – aber unterschätz das Meer nicht. Besonders an einsamen Stränden ohne Rettungsschwimmer gilt: lieber einmal mehr vorsichtig sein als einmal zu wenig!
Charlottes persönlichen Erfahrungen
Das Meer auf der Pazifikseite (Matapalo) ist lt. Charlotte schöner (blauer, mehr Wellen, größere Strände). Vom Strand aus kann man Delfine über die Wellen springen sehen. Auch Rochen sieht man dort einige. Schnorcheln in Strandnähe ist in der Regenzeit aufgrund der Strömungen nicht möglich. In der Trockenzeit kann man vor allem Rochen und Schildkröten sehen.
Den Regen empfand Charlotte in der Regenzeit nicht als störend. 
Man kann mit dem Bus durch das ganze Land reisen, dennoch ist ein Mietauto zu empfehlen, damit man etwas flexibler ist. Die Einheimischen sind sehr freundlich, können aber meistens kein oder nur wenig englisch.
Mit Freiwilligen aus aller Welt hat sich Charlotte in Matapalo für ein Naturschutzprojekt engagiert (ASVPA). Der Hauptaugenmerk liegt auf den Schutz von Meeresschildkröten, aber man setzt sich auch für saubere Strände ein und leistet verletzten Tieren wie Faultieren Hilfe.
(2025)
